Informationen und Aktuelles
Bericht vom Ordentlichen Kapitel im Vikariat Kongo 2010
Nachdem der erste Abschnitt des Aidsprojektes im Kongo, das die Augustiner in Kooperation mit dem Missionsärztlichen Institut betreiben, sehr erfolgreich verlaufen ist, sollen nun in einem weiteren Projektabschnitt Teststationen an vier Orten im Buschgebiet eingerichtet werden, an denen sich die Menschen auf Infektionen mit dem HI-Virus untersuchen lassen können. Ansprechpartner und Projektbegleiter vor Ort ist P. Ernest in Dungu.
Am 23. Februar 2010 tagte der Föderationsrat Kongo in Würzburg. Im Rahmen der Sitzung wurden die Präsidentschaft der Föderation, die P. Raimund Klinke innehatte, und das Sekretariat, das Br. Peter Reinl geführt hat, turnusmäßig nach vier Jahren an die belgische Provinz übergeben. Die Finanzverwaltung wird Br. Peter weiterführen.
Gottes Segen wünschen wir dem Vikariat Kongo für das in diesem Jahr zu feiernde Vikariatskapitel. Ein Grußwort von P. Raimund wird P. Franz Klein verlesen. Für das Kapitel hat P. Raimund außerdem einen Bericht erstellt, der die Entwicklung der Föderation und des Vikariats Kongo in den Jahren 2003 bis 2010 aufzeigt. In diesem Zeitraum konnten miteinander viele nachhaltige und zukunftsträchtige Schritte unternommen werden.
Ausblick
Das Vikariat Kongo der Augustiner hat im Augenblick 62 Mitglieder, davon 56 Kongolesen, vier Sudanesen und zwei Deutsche. Von den 64 Mitgliedern sind 19 Priester, die übrigen sind in Ausbildung. Die kongolesischen Augustiner haben seit Beginn des letzten großen Kongokriegs 1997, im Gefolge dessen ein Großteil der belgischen und deutschen Augustiner das Land verlassen musste, fast alle wesentlichen Aufgaben in Seelsorge, Ausbildung und Verwaltung übernommen. Dieser Übergang der Verantwortung vollzog und vollzieht sich natürlich nicht ohne Probleme. Vor allem die finanzielle Unabhängigkeit einer zukünftigen neuen Augustinerprovinz wird angesichts der desolaten Wirtschaftlage des Landes noch lange nicht erreicht werden können, und dieser junge Spross der augustinischen Familie wird mittelfristig weiterhin auf Hilfe vom Gesamtorden angewiesen sein, um zu überleben. Abgesehen davon besteht jedoch die begründete Hoffnung, dass in wenigen Jahren die einheimischen Augustiner vollständig ihr Schicksal in ihre eigenen Hände genommen haben werden.
