Ein Schritt in die Gemeinschaft

Zwei Tage vor dem Augustinusfest, am Samstag, dem 26. August, taten zwei junge Männer einen wichtigen Schritt in die Gemeinschaft des Augustinerordens. Felix Katzenberger und Michael Clemens begannen im Rahmen der Vesper ihr Noviziat in der deutschen Augustinerprovinz. Gemeinsam erklärten sie in der Wallfahrtskirche in Maria Eich ihren Willen, das Leben in augustinischer Gemeinschaft näher kennenzulernen. Sie wurden vom Prior und Novizenmeister P. Matthäus mit dem Ordensgewand der Augustiner eingekleidet und erhielten ihre Ordensnamen. Der mit den anwesenden Brüdern getauschte Friedensgruß machte die Zugehörigkeit von Felix Katzenberger – nun Br. Philipp – und Michael Clemens – nun Br. Michael – zum Orden handgreiflich sichtbar. Ihre Familien und einige enge Weggefährten und Freunde begleiteten sie bei diesem Schritt.

Mit der Feier der Einkleidung begann das einjährige Noviziat, in dem Br. Philipp und Br. Michael intensiver in das Leben als Augustiner eingeführt werden. Frei von äußeren Aufgaben werden sie mit ihrem Novizenmeister und den Brüdern in Maria Eich Spiritualität und Struktur des Augustinerordens kennenlernen, sich selbst und ihren Glauben in den Blick nehmen und das Leben als Augustiner für sich erproben. So können die Novizen wie der Orden in aller Freiheit prüfen, ob diese Form des Lebens für Br. Philipp und Br. Michael der eigenen Berufung entspricht und ob sie sich am Ende des Noviziats mit der zeitlichen Profess vorerst auf ein Jahr an den Orden binden.

Br. Philipp und Br. Michael

Br. Michael (28) ist in Gerlingen im Sauerland aufgewachsen. 2009 begann er in Würzburg das Jura-Studium, das er mit dem ersten Staatsexamen 2015 abschloss. Anschließend arbeitete er dort als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Europarecht. Das Postulat – die dem Noviziat vorangehende erste Phase des Kennenlernens des Ordens – verbrachte er im Augustinerkloster in Würzburg.

Br. Philipp (22) stammt aus dem unterfränkischen Münnerstadt. Er absolvierte von 2011 bis 2016 eine Ausbildung als Erzieher und arbeitete danach in einer Einrichtung des Dominikus-Ringeisen-Werks für behinderte Menschen in Maria Bildhausen. Sein Postulat absolvierte er im Konvent St. Josef in Münnerstadt.