Augustinerkloster Maria Eich

Hinter uralten Eichen, Linden und Fichten versucht sich im Kreuzlinger Forst südlich von München ein stilles Waldheiligtum zu verstecken. Gnadenkapelle, Kirche und Augustinerkloster ducken sich in ihren Schatten. »Maria Eich« heißt die fromme Idylle. Doch trotz aller Beschaulichkeit liegt sie sehr zentral, denn der Münchner Hauptbahnhof ist mit der S-Bahn-Linie 6 in nur 20 Minuten zu erreichen.

Seit gut 260 Jahren pilgern Wallfahrer zum »Frauerl von der Aichen«. Viele Gläubige aus der Großstadt München, aus dem Würmtal wie den angrenzenden Landkreisen Starnberg und Fürstenfeldbruck besuchen zwischen dem 1. Mai und Mitte September am Freialtar vor der Gnadenkapelle die Gottesdienste. Im Kloster leben und arbeiten fünf Augustiner.

Das »Frauerl von der Aichen« ist eine einfache, 30 Zentimeter große Loretto-Marienstatue. Sie wurde im Jahre 1710 von zwei Schmiedesöhnen in einer hohlen Eiche im Kreuzlinger Forst an einem Baum befestigt. Sie geriet bald in Vergessenheit, und der Baum umwucherte sie, bis sie fast zugewachsen war. Nachdem zwei Mädchen die Genesung von ihren schweren Krankheiten der Fürbitte Mariens verdankten, die sie vor dem Bild erfleht hatten, ließ einer der beiden Väter zum Dank eine kleine offene Holzkapelle vor der Eiche errichten. Die zum Gnadenbild gewordene Statue löste er aus dem Stamm heraus und stellte sie in der Kapelle auf.

Erst im Jahre 1932 erfuhr Maria Eich eine größere Umgestaltung. Der Freialtar wurde errichtet. An der Kirchenwand im Hintergrund thront eine sitzende Sandsteinmadonna mit einem fröhlich dreinblickenden Jesusknaben auf dem Schoß. 1953 konnte Münchens Kardinal Faulhaber den Augustinerorden für die Seelsorge in Maria Eich gewinnen. Ein Jahr später bauten die Augustiner die Eremitenklause zu einem kleinen Kloster aus. Da zunehmend mehr Wallfahrer kamen, errichteten sie 1958 eine Kirche, die bereits 1966 erweitert werden musste. Auch das Kloster wurde nochmals vergrößert. Ein Anbau im Garten bietet seit 1989 Platz für weitere Mitbrüder. Heute gehören noch sechs Augustiner zum Konvent, vier Patres und zwei Brüder:  P. Matthäus Klein, der als Prior die Gemeinschaft leitet, P. Felix Meckl, der ihn als Subprior vertritt, P. Edelbert Paul, P. Alfred Issing, Br. Dr. Christian Rentsch und Br. Anton Kümmeth.

 

Ein besonderes Jubiläum fand am 6. Juni 2010 statt.

Gottesdienstordnung Maria Eich

An Sonn- und Feiertagen
Eucharistiefeier 9.00h und 11.00h
Andacht 15.00h

An Werktagen
Eucharistiefeier 8.00h

Wallfahrtsgottesdienste

 

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